Fix und Fax "bewachen" Comic-Museum
die heutigen Mädchen und Jungen sicherlich nicht. Doch dürften die drolligen Figuren auch sie wie gleichermaßen ihre Großeltern in die Sonderausstellung des Comic-Museums in der Galerie des Friedländer Tores locken. Dort schwelgte auch der 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Harald Walter, zur Eröffnung am Montagabend in Kindheitserinnerungen. Möller hat den Ausstellungsraum des Torwächterhauses für maximal drei Monate gemietet, bis die Sanierungsarbeiten fürs künftige Standesamt dort beginnen. Außer montags öffnet das kleine, aber feine Museum (Eintritt 2 Euro) täglich von 10 bis 17 Uhr und Thomas Möller selbst, ein Kenner und Sammler der Comic-Szene, der Geschichte der DDR-Kinderzeitschriften und insbesondere des "Mosaiks" von Hannes Hegen und seiner drei Digedags und ihrer Nachfolger, der Abrafaxe, betreut die Besucher. Er kann wohl jede Frage zu diesen Themen beantworten und kennt manche Anekdoten. 1995 begann Möller mit dem kontinuierlichen Sammeln aller DDR-Comics und hat mittlerweile 8000 Hefte, Zeichnungen und Figuren zusammengetragen. Darunter sind auch Besonderheiten wie die Staffelei des Zeichners Horst Schrader, von Fans selbst gebastelte Bücher zu ihren Comic-Helden, ein finnisches "Mosaik"-Buch. All das und viel mehr ist im Friedländer Tor zu sehen. Dort wird aber insgesamt die Vielgestaltigkeit der Comic-Szene seit "Yellow the Kid" 1896 und der Wilhelm-Busch-Figuren dokumentiert. Seit den 1960er-Jahren stehen Comics in dem Ruf, die "Neunte Kunst" nach Kino und Fersehen zu sein - ein Begriff, den der "Lucky Luke"-Zeichner Morris geprägt hat. Heute sind den Themen keine Grenzen gesetzt, wie die Ausstellung andeutet. Neben den Helden "Asterix und Obelix" gibt es Japanische Mangas oder Schwulen-Comics. Seit "Yellow the Kid" 1896


