Ausstellungseröffnung im Museum auf der Egelner Wasserburg
Atze, Mosaik & Co. entführen in die Geschichte der lustigen Comics

Im Museum auf der Wasserburg in Egeln sind seit Sonntag zwei ganz besondere Ausstellungen zu sehen. Gezeigt wird die 100-jährige Geschichte der Comics und 50 Jahre Asterix und Obelix.
Von Nadja Bergling
Egeln. Für die Vorweihnachtszeit hatte Museumsleiter Uwe Lachmuth nach einer ganz besonderen Ausstellung gesucht. Und als ihm dann ein Prospekt des Comicmuseums Neubrandenburg in die Hände fiel, kam ihm die Idee. Denn eine Ausstellung über die Geschichte der oft lustigen Bilderfolgen hat es in Egeln noch nicht gegeben. Am Sonntag wurden nun gleich zwei Ausstellungen eröffnet. Zu sehen sind 100 Jahre Comicgeschichte und 50 Jahre Asterix und Obelix.
Denn wer kennt sie nicht mehr, die bekannten Comics aus DDR-Zeiten wie Mosaik, Atze oder Bummi. „Damals konnte man sich glücklich schätzen, wenn man ein Abonnement hatte. Denn sonst ist man oft gar nicht an die Comics herangekommen. Teilweise gab es die ja nur unter dem Ladentisch“, erinnert Uwe Lachmuth bei der Ausstellungseröffnung. Und wer Westverwandschaft hatte, bekam auch schon mal die Micky Maus-Hefte in die Hände. In Deutschland waren die Comics nicht so verbreitet wie in den USA. Dort eroberten schon bald die Superhelden den Markt. Es gab wohl nichts, über das es keinen Comic gab. Sogar um die Erotik wurde kein Bogen gemacht.
Auch Maler Klaus Gumpert nahm an der Ausstellungseröffnung teil und konnte noch etwas zur Geschichte des Comic berichten. Denn eigentlich seien die ersten Folgen bereits 3400 Jahre alt. Damalige Völker sollen Säulen und Wände mit Geschichten in Bildfolgen gestaltet haben. Diese erzählten von der Ernte oder großen Schlachten. Und Klaus Gumpert wies darauf hin, dass Comics nicht immer lustig sind. Aber er erinnerte sich auch die Zeit, als Comic noch als Schundliteratur bezeichnet wurden. Er selbst hat immer Atze gelesen. Und dann bekam er ein Micky Maus-Heft in die Hände und begann die Figuren abzuzeichnen. „Ich wurde dabei von der Polizei erwischt und musste alles abgeben“, erinnert sich der Maler.
Und bestimmt werden bei den Besuchern, die sich die Ausstellungen anschauen, ähnliche Erinnerungen wach.
