Gerhard Lahr

Ich begreife mich als erster Leser des schriftstellerischen Produktes. Aber meine Bilder werden es sein ,die die Gestalt des späteren Buches prägen.

Bereits am 23.11.2012 verstarb Gerhard Lahr in Berlin.

Kinderbücher waren seine Leidenschaft, nicht als Autor aber als der Zeichner. Mehr als 150 Bücher wurden von Gerhard gezeichnet. Wir konnten noch nicht lesen und mochten auch noch keinen Kaffee, da taten uns schon die Feuerwehrleute leid, deren Kaffee ständig kalt wurde. Jeder kennt seine Zeichnungen aus Büchern wie „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“, “Meuseken Wackelohr“, „Tambari“, „Krawitter Krawatter, „das Stinchen, das Minchen und nun noch Alinchen“ und viele weitere. Seine Bilder haben aus den Büchern „Klassiker“ gemacht. Dafür sollten wir ihm danken.

..."Brauchen Bücher Bilder" ?

Darüber wird immer wieder aufs neue gestritten, weil es das Buch überhaupt nicht gibt, sondern nur Bücher für bestimmte Zwecke und Zielgruppen......Da Lahr klassische und moderne graphische Techniken beherrscht, sucht er bei jedem neuen Thema die dazu am besten passende einzusetzen. Mir ist bei ihm seine kräftige Farbgebungimmer wieder aufgefallen, das scheint damit zusammenzuhängen, dass er auch Maler ist....."

Prof. Dr, Horst Kunze +  Deutsche Staatsbibliothek Berlin

1938 in Reichenbach geboren ,
1956-59 Lehrzeit als Plakat und Schriftmaler in Magdeburg, danach freischaffender Buchillustrator erste Humorzeichnungen in der Armeerundschau,Volksarmee,1963,
Spezialisierte sich auf historische Bildgeschichten in der "FRÖSI","ATZE" ( "Die schwarzen Jäger", "Die Lützower",)

War als Zeichner an den Ersatzheften für das Mosaik in "Die Fahne des jungen Soldaten" ,Text Wolfgang Altenburger beteiligt.

Illustration für Kinder und Jugendzeitschriften und ab 1965 immer mehr Buchillustrationen (ca.150 Bücher) von dehnen viele Preise erringen konnten.