Günter Hain

Günther Hain wurde 1916 in Görlitz geboren, wo er seine erste Ausbildung durch Silvester Schrammek und Otto Engelhardt-Kyffhäuser erfuhr. Seine Studienzeit führte ihn bis nach Königsberg wo Alfred Partikel sein Lehrer war. Günter Hain´s Schaffen vollzog sich in beträchtlicher Vielseitigkeit. Im Vordergrund seines malerischen Werkes stehen seine Aquarelle mit Zeichnungen und Motiven aus Görlitz und der Oberlausitz. dabei ist bemerkenswert, daß neben stimmungsvollen Landschaften zahlreiche Darstellungen aus der Görlitzer Industrie und Studien von der schweren Arbeit in den Königshainer Granitbrüchen entstanden sind. Mit seinen Aquarellen und Zeichnungen aus dem Waggonbau Görlitz und aus den Oberlausitzer Steinbrüchen ist Günter Hain der Schöpfer eines Heimatbildes in dem die heimische Produktion der ehemaligen traditionellen Industrie und das Bild ihres Arbeiters einen festen Platz gefunden hat.Die Welt der Arbeit und sein Umgebungsfeld hat ihn stets zum künstlerischen Schaffen aufgefordert

.   Selbstbildnis in Öl

Im Fischereikombinat Usedom entstand eine Reihe von Gouachen und Aquarellen, bei Bühnen- proben am Görlitzer Gerhard Hauptmann Theater eine Serie von Bewegungsstudien und selbst der Operationssaal des Görlitzer Bezirkskrankenhauses und die Arbeit des Arztes sowie des medizinischen Personals flossen in diese Darstellungen ein.

Auf seinen vielen Reisen ins Länderdreieck und Ungarn entstanden eine Vielzahl von Aquarellen. Im Tafelbild hat sich Hain in erster Linie als Porträtist bewiesen. Sein Hauptschaffensgebiet auf dem der Nachdruck seiner täglicher Arbeit lag, fand er jedoch als Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern, Zeitschriften und Kalendern. Hunderte von Zeichnungen entstanden im Laufe der Zeit für "Fröhlich Sein und Singen", Atze und die Trommel im Verlag Neues Leben. Im gleichen Jahr erschien 1959 sein Buch "Lämmchen". Für den Märchenkalender des Verlages Bild und Heimat in Reichenbach war er seit 1958 tätig, ebenso seit 1965 für den Kinderkalender des deutschen Hygienemuseums. Dazu kam gelegentlich die Gestaltung von Märchenfilmen für die Gesellschaft der DSF mit dem Streifen "Mailer das Mondmännchen" und "Der Müllerbursche und das Kätzchen". Diastreifen dazu entstanden in Zusammenarbeit mit der DEFA. Die große Spannweite von Hains Talent und Schaffen erweist sich noch mehr, wenn man dazu seine Arbeiten der baugebundenen Kunst mit Wandbildern, Sgraffiti, Mosaik-Arbeiten und Fliesenmosaiks nimmt, die für Görlitzer Wohnbauten, Betriebe, Schulen entstanden sind. Für die Atze und die Frösi entstanden viele Heimatgeschichten.

Nach der Wende arbeitete Hain hauptsächlich in seiner Heimatstadt Görlitz in der er noch heute mit einer Sonderausstellung geehrt wird. Er starb am 23.04.1997.