Werner Klemke

Werner Klemke gehört vielleicht weniger zu den "Großen" der ComicSzene, ist aber der größte und populärste Repräsentant der grafischen Kunst insbesondere der Illustrationskunst der DDR im Ausland. Sein lockerer und beschwingter Stil und seine warme Menschlichkeit haben vielen Freude und Mut gespendet.

Seit fast 40 Jahren hat er die beliebteste Monatszeitschrift der DDR, "Das Magazin", allmonatlich angezogen. (noch im Handel)

Ganze Generationen von Kindern sind durch Klemkes Kinder und Schulbuchillustrationen angeregt worden. Das Wolkenschaf, Hirsch Heinrich; Die Schwalbenchristine; Bootsmann auf der Scholle usw.gehören zu den schönsten Illustrationen für Kinder von Klemke.

Er war nicht nur Buchillustrator, sondern auch Gestalter von Theaterprogrammen, Plattenhüllen, Bühnenbildern, Kinderbuchmacher und Trickfilmzeichner:

Werner Klemke wurde am 12.März 1917 in Berlin Weißensee als Sohn eines Tischlers geboren . Der zur Wohnung gehörende Hof, mit dem berühmten "Käthe Kollwitz" Schild "Das spielen auf Hof, Fluren und Treppen ist verboten! Der Wirt.; war das Lebensmilieu seiner Kindheit. Immerhin verdichtete sich der Wunsch nach bildhaftem Ausdruck schon zeitig. Zeichenlehrer werden war ein hohes Ziel, wobei Zeichenlehrer einer war, der viel Zeit zum Zeichnen und Malen hat. Vor dem Krieg konnte er als Zeichentrickfilmer erste Erfahrungen sammeln. Ende der 1940er Jahre gehörte er zu den Mitarbeitern des Satiremagazins "Ulenspiegel", der "NBI" sowie für den "Frischen Wind". So wurde Klemke in den schweren Anfangsjahren des Neuaufbaus, als die Pflanze HUMOR auf dem kargen Boden neue Wurzeln zu schlagen begann ein beliebter HUMORspender. Seit 1956 war er Professor an der Kunsthochschule, illustrierte Märchenbücher und Weltliteratur. Seit 1954 ist er der Katervater des Magazins.

Ununterbrochen. Klemke widmete sich selten den Bildgeschichten, eher eine Ausnahme ist "Buratino im Puppentheater des Carabas Barabas" in der "Freien Welt".

Seit dem 19ten Lebensjahr hat er kein Selbstporträt mehr gemacht, trotzdem sind ihm immer wieder welche unterlaufen: In den fröhlichen Säufern und Fressern, in den liebesdurstigen und pfiffigen Figuren, die sich durch Klemkes Weltliteratur tummeln, schreiten und lümmeln, springen, trauern, feiern, schuften und schaffen taucht immer wieder ein Gesicht auf, das einem bekannt vorkommt; der alte, junge Eulenspiegel: Werner Klemke.